Zerrin Soysal

Das Siebentagegebet

Sonderpreis Preis €14.90 Normaler Preis

Drei Schwestern - eine lebt in Deutschland, eine auf dem Land und eine in einer Großstadt in der Türkei - finden sich nach dem Tod der Mutter, die ihre Töchter im Kindesalter beim Vater zurückgelassen hat, nur aus Pflichtgefühl in deren Wohnung ein. Während der sieben Gebetstage wandeln sie mithilfe der gefundenen Tagebücher ihrer Mutter auf deren Spuren. In der außergewöhnlichsten Figur, der Mutter Muzaffer, spiegelt die Autorin die feine Istanbuler Gesellschaft, die vereinzelt auch heute noch vorzufinden ist, und zeigt die geschichtliche Entwicklung der Gesellschaft auf. Zerrin Soysal nimmt uns in ihrem Debütroman auf eine lange, literarisch ausgestattete Reise mit, die bis in die Anfänge des letzten Jahrhunderts zurückreicht.

»Als ich das Satinbündel zusammenfalte und zurücklegen will, finde ich einen umgedrehten Fotorahmen. Im Rahmen unser Familienfoto … Mein Vater hat seine Hand auf die Schulter meiner Mutter gelegt, vor ihnen, der Größe nach aufgereiht, drei gleich gekleidete Schwestern, wir … Ich muss etwa vier Jahre alt sein. Ich habe meine Lippen geschürzt und schmolle, niemand hat es bemerkt. Es ist das Foto, das in unserem Haus in Iznik auf Mutters Kommode stand. Ich hatte nie darüber nachgedacht, wohin es verschwunden war, nachdem Mutter gegangen war. Das heißt, ich hatte nicht einmal bemerkt, dass es weg war. Sie hat es also mitgenommen, hat es aufgehoben. Mit einem Unterschied: Wo mein Vater war, ist jetzt ein Tintenfleck.«

Aus dem Türkischen von Ciğdem Özdemir
Deutsche Erstausgabe
296 Seiten
ISBN 978-3943562071
Originaltitel: Yedi Gün Duası

Pressestimmen

»Wenn es in der Welt der Bücher einigermaßen gerecht zugeht (was es leider nur selten tut), müsste dieser großartige, kleine Roman ein Bestseller werden. Er hat es wirklich verdient, denn er wird keinen Leser enttäuschen.«
Readme, Anne von Blomberg