Oğuz Atay

Die Haltlosen

Sonderpreis Preis €29.80 Normaler Preis

Der ‚Haltlose‘ ist jemand, der sich selbst in Frage stellt, der nach dem Sinn des Lebens sucht, nach der Wahrheit und nach der Schönheit. Er ist Hamlet und Oblomov, aber auch Don Quichote und Jesus. Turgut Özben, ein junger Bauingenieur, verheiratet, zweifacher Vater, lebt in geordneten Verhältnissen. Er erfährt aus der Zeitung, dass sein ehemals bester Freund Selim Işık Selbstmord begangen hat. Diese Nachricht erschüttert ihn. Turgut sucht Selims Freunde auf, die sich in ganz verschiedenen Kreisen bewegen. Jeder zeichnet ein anderes Bild von Selim, dem ‚Haltlosen‘. Turgut unternimmt eine Reise ins Innere und ins Äußere. Fiktion und Realität verschmelzen miteinander. Turgut wird selbst zu einem ‚Haltlosen‘.

Ein gigantisches Buch – nicht nur wegen seines inhaltlichen Umfangs, sondern auch aufgrund seiner Wirkung. Der Roman markiert den Beginn einer neuen Epoche und wurde zum Opus Magnum der modernen türkischen Literatur. Es gibt nichts in diesem Roman, das nicht parodiert wird: das Leben, die Sprache, die Geschichte. Die Erzählstruktur schöpft alle literarischen Mittel aus: Tagebuch, Brief, Theater, Gesang, Enzyklopädie, Autobiographie. Die Sprache ist voller Humor und Ironie, dabei aber von jeglichem Sarkasmus und Zynismus weit entfernt. Kaum ein anderes Buch hat die türkischen Intellektuellen in den letzten 30 Jahren so beeinflusst. Es gibt keinen zweiten Roman, über den so intensiv diskutiert und über den so viel geschrieben wurde. Das Buch ist vergleichbar mit »Ulysses« von James Joyce, ebenso trickreich, unterhaltsam und verschachtelt, avantgardistisch. Der Übersetzer Johannes Neuner hat über ein Jahr an dem Roman gearbeitet, der bislang als unübersetzbar galt.

Auszeichnungen:
Top 10 der HOTLIST 2016
2. Platz auf der LITPROM-Bestenliste

Aus dem Türkischen von Johannes Neuner
786 Seiten
Hardcover
Originaltitel: Tutunamayanlar
ISBN: 978-3943562552

Pressestimmen und Rezensionen

»Oğuz Atays gewaltiger Roman „Die Haltlosen“, das Meisterwerk eines spielfreudigen Sprachkünstlers, liegt endlich auf Deutsch vor.«
Tilman Spreckelsen, FAZ Feuilleton

»Ein moderner Klassiker, turbulent in seiner stilistischen Vielfalt; hinreißend selbstironisch, mit einer Fülle literarischer und politischer Anspielungen. Keine Angst vor dicken Brocken - lesen!«
Cornelia Zetsche, BR2 Diwan das Büchermagazin

»DER Roman der Stunde!«
Kulturradio vom rbb

»Ein Bartleby in der Nachkriegstürkei: Millionen Türken haben den Roman „Die Haltlosen“ des jung verstorbenen Autors Oğuz Atay verinnerlicht. Jetzt gibt es ihn endlich auch auf Deutsch.«
Tim Neshitov, Süddeutsche Zeitung

»Und immer bleibt jene Differenz spürbar, mit der große Literatur sich auch schlichter Nacherzählung verweigert und nicht zuletzt dadurch ihre existenzielle Dimension offenbart.«
Janika Gelinek, NZZ Bücher am Sonntag

»Mit seinem Roman brachte Oğuz Atay mit einem Schlag Moderne und Postmoderne gleichzeitig in die Türkei. [...] »Die Haltlosen« und Oğuz Atay sind für ganze Generationen zur Identifikationsfigur geworden.«
Tomas Fitzel, WDR 3 Buchrezension

»Auch das deutsche Publikum dürfte dieses Opus Magnum der neuen türkischen Literatur begeistern.«
Deutschlandfunk Büchermarkt

»Dieser Roman ist unendlich klug, steckt jedoch voller Ratlosigkeit. Er ist Musik und Philosophie in einem. Und in vieler Hinsicht bahnbrechend.«
Mathias Schnitzler, Berliner Zeitung

»Es ist eines jener wenigen Bücher, die man gelesen haben muss, no matter what. Dass es jetzt, 46 Jahre nach der Erstveröffentlichung, auf Deutsch vorliegt, dafür darf, dafür kann und muss man dankbar sein.«
Gerrit Wustmann, Fix Poetry

»Ich stelle es ganz fröhlich und ohne Bedenken in eine Reihe mit Werken wie »Ulysses« und »Unendlicher Spaß«. Es ist eine Schande, dass man davon bisher nichts gehört hat. Umso toller, dass es jetzt in neuer Übersetzung vorliegt – eine kleine Heldentat von binooki.«
Jörg Petzold, FluxFM

»„Die Haltlosen“ von Oğuz Atay ist keinesfalls leichte Kost, aber es lohnt sich jede investierte Stunde Lesezeit. Die Vielfalt der literarischen Gattungen, die Atay für sein Erstlingswerk verwendete, ist beeindruckend und fordernd zugleich.«
Janine Rumrich, kapri-zioes.de